PISA 2018

PISA 2018

Deutschland sackt ab

Bei PISA 2018 ist Deutschland in allen drei Leistungsbereichen zurückgefallen. In der Lesekompetenz von 509 auf 498 Punkte, in Mathematik von 506 auf 500 und in den Naturwissenschaften von 509 auf 503 Punkte. Das Gesamtergebnis von 500 Punkten ist so schlecht wie noch nie (ein Gesamtwert macht erst ab 2006 Sinn).

So, nun sind sie da, die Ergebnisse von PISA 2018.

An PISA 2018 haben sich 79 Länder beteiligt.
Und so haben die deutschen Schüler im Jahr 2018 abgeschnitten:

Bereich PISA-Punkte PISA-Rang
Lesekompetenz 498 20
Mathematik 500 20,5
Naturwissenschaften 503 16
PISA-Gesamt 500 15

Die PISA-Skala hat einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15. Der Gesamtwert ist das Mittel der drei Leistungsbereiche.

Abbildung 1 zeigt die Entwicklung von 2000 bis 2018.

PISA 2018 Bildung in Deutschland Lesekompetenz, Mathematik, Naturwissenschaften Gesamt

Bei der ersten PISA-Studie, im Jahr 2000, lag der Schwerpunkt auf der Lesekompetenz, 2003 auf Mathematik und 2006 auf den Naturwissenschaften. Die Leistungsentwicklung ist daher seit 2000, 2003 bzw. 2006 vergleichbar.

Im Gesamtwert, in Mathematik und in den Naturwissenschaften ist Deutschland so schlecht wie noch nie. In der Lesekompetenz ist es auf das Niveau von 2009 zurückgefallen.

Aber: Im Vergleich zu anderen Nationen steht Deutschland immer noch gut da.
In vielen Ländern wurde ein erheblicher Teil der Schülerpopulation (15-Jährige) gar nicht erfasst. Deutschland hat unter allen Ländern den höchsten Erfassungsgrad. Berücksichtigt man den Erfassungsgrad, dann schneidet Deutschland besser ab.
Ohne die schlechten Leistungen der Migranten sähe es sogar noch viel besser aus.

Lesekompetenz Nicht-Migranten: 519
Lesekompetenz Migranten: 456
Das ist ein Unterschied von 63 Punkten.

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Zahlreiche Ergebnisse früherer Bildungsstudien (PISA, TIMSS, IQB, NAEP, PIAAC) finden sich hier → Splitter1     Bildung, Intelligenz, Psychologie, Politik, Gesellschaft, Zeitgeschehen …